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Ausstellungsarchiv

Rückblick bis heute

Sonderausstellung 24. Oktober 2007 bis 13. Januar 2008

so oder so oder so. Einblicke in die heilpädagogische Schule Küsnacht 

Welche Farbe hat der Mittwoch? Und wie fühlt sich das ABC an? Die Johannes-Schule lässt abstrakte Dinge sinnlich werden, und jeder Tag bringt neue Erlebnisse und Eindrücke. Die Ausstellung zum 50-jährigen Jubiläum der Schule macht deren vielseitigen Alltag erlebbar. Zudem sind der Fotograf Jean-Pierre Maurer sowie die Kinder, Jugendlichen, Lehrer und Therapeutinnen mit Kameras ausgerüstet auf Entdeckungsreise gegangen und zeigen ihre persönliche Sicht auf die Schule.

Die Johannes-Schule

Die Johannes-Schule ist die heilpädagogische Schule im Bezirk Meilen/ZH. Im Jahre 1957 schlossen sich Eltern behinderter Kinder zum politisch und konfessionell neutralen «Heilpädagogischen Verein Küsnacht» zusammen und eröffneten die Johannes-Schule. Deren Aufgabe ist die Schulung, Erziehung und Betreuung sowie die Durchführung von Therapien für Kinder und Jugendliche, die dem Unterricht der Volksschule nicht zu folgen vermögen. Ziel der ganzheitlichen pädagogischen und therapeutischen Förderung ist die Persönlichkeitsentfaltung der Schülerinnen und Schüler, um ihnen eine umfassende Teilnahme am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Die Klassenlehrkraft führt ihre Gruppe über längere Zeit, was ein vertieftes Begleiten der Entwicklungsschritte der Kinder und Jugendlichen ermöglicht. Dabei wirken Fachlehrkräfte (für Eurythmie, für Textiles Gestalten, für Gestalten mit Holz, Metall, Ton usw., Einzelförderlehrkraft) sowie Therapeutinnen und Therapeuten mit.

An der Johannes-Schule besteht ein breites Therapie-Angebot:
Heileurythmie ist eine aus der Eurythmie heraus entwickelte Einzeltherapie, die fördernd und heilend auf den Patienten wirkt. Sie wird vom Schularzt verordnet und von diplomierten Heileurythmisten erteilt. Sprachtherapie und Sprachanbahnung werden von einem diplomierten Sprachtherapeuten durchgeführt. Physiotherapie und therapeutisches Reiten sind für viele Kinder und Jugendliche von grundlegender Bedeutung. Gestützte Kommunikation wird in Einzelfällen erfolgreich angewandt.

Das Werkheim Neuschwende

Durch die Initiative von Eltern erwachsen gewordener Schüler der Johannes-Schule Küsnacht wurde im Jahr 1974 die Häusergruppe des Weilers Neuschwende erworben. Ihr Ziel war es, diesen und weiteren Menschen ein Heim und angemessene Arbeitsplätze für deren weitere Zukunft zu schaffen. Die Eltern sollten sich eines Tages mit der Gewissheit zur Ruhe setzen können, dass ihre Söhne und Töchter ihr eigenes Leben ohne mütterliche und väterliche Betreuung leben können.

Das Werkheim liegt in der hügeligen Landschaft vom Appenzellerland. Zwanzig Gehminuten vom Dorfkern Trogen Richtung Altstätten. Das Werkheim besteht aus fünf Wohngruppen und eben so vielen Werkstätten (Kerzen-, Kräuterwerkstatt, Garten, Küche, Schreinerei und einem Webatelier).

Heute leben und arbeiten 30 erwachsene Männer und Frauen mit einer geistigen Behinderung im Werkheim Neuschwende. Rund 34 weitere Menschen teilen sich 23,5 Arbeitsstellen, um eine förderliche Betreuung zu gewährleisten.

 

Weitere Informationen zur Ausstellung

 
Plakat_OMK_SA_2007_Sooderso.pdf 309 KB