Rückblick 2011 bis heute


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Sonderausstellung 29. Juni 2017 bis 20. Mai 2018

drüber und drunter — Wie Mode Körper formt

Für diese Sonderausstellung schöpfte das Ortsmuseum Küsnacht aus seiner Modesammlung: «drüber und drunter - Wie Mode Körper formt» stellte die modische Damen-Silhouette ins Zentrum. Die Ausstellung zeigte, wie sich die Silhouette seit 1860 im Verlaufe der Jahrzehnte immer wieder gewandelt hat.

Die Silhouette als Zeitzeugin

Kleidung gestaltet und formt den Körper bzw. das Äussere des Menschen. Kulturell geprägte Vorstellungen über den Körper und die «ideale Silhouette» verändern sich immer wieder. Mode ist somit auch ein Spiegelbild für die sich wandelnden Verhältnisse und Normen einer Gesellschaft. Die Ausstellung zeigt, wie sich der modische Körperumriss zwischen 1860 und heute im westlichen Kulturraum immer wieder verändert hat und stellt Bezüge zum jeweiligen Zeitgeist her.

Ausgangspunkt für die Ausstellung ist die ausserordentliche Modesammlung des Ortsmuseums bzw. der Gemeinde Küsnacht, die durch den ehemaligen Kurator Christoph Schweiss begründet wurde. Die Sammlung entstand durch Schenkungen aus Küsnacht oder aus anderen Regionen der Schweiz. Auch wenn das Museum langsam vor einem Platzproblem steht, wird die Sammlung im Rahmen des Möglichen laufend ergänzt. Festliche Männerkleidung ist seit dem Bürgertum des 19. Jahrhunderts gleichförmiger als Damenmode. Zudem wurde sie oft weniger als «Schmuckstück» angesehen. Aus diesen Gründen wird Herrenmode seltener lange aufbewahrt und dem Museum geschenkt. Sie ist in der Ausstellung denn auch nur am Rande erwähnt.

Die Schau konzentriert sich auf die bürgerliche Damenmode. Nicht alle Schichten konnten sich diese leisten, Arbeiterinnen oder Bäuerinnen liessen sich davon inspirieren, kleideten sich aber meistens anders. Das Bürgertum prägt die Mode bis heute. Vor 1800 kennzeichnete die Mode vor allem die Stände, erst danach immer mehr die Geschlechter. Die Frage bleibt, ob sich diese Geschlechter-Stereotypen zurzeit etwas verwischen.

Schummeleien drüber und drunter

Die Ausstellung gliedert die Möglichkeit, die Silhouette zu beeinflussen, in „drüber" und „drunter". Einerseits bietet sie mit gut 20 Damenkleidern einen einzigartigen Überblick über die Damenmode der letzten 150 Jahre. Es gibt wenige Museen in der Schweiz, die dafür auf eine so breite Modesammlung zurückgreifen können.
Vom Reifrockkleid über das taillenlose Hängerkleid der 1920er bis zum kantigen Oversize-Look der 1980er gibt es die unterschiedlichsten Varianten, die Silhouette gemäss des Zeitgeistes mit Kleidung ,,drüber" zu formen. Zu sehen sind aber auch einige unsichtbare „Drunter-Schummeleien".

Einmal mehr konnte das Ortsmuseum Küsnacht für ein reichhaltiges Begleitprogramm auf die gute Vernetzung im Ort zählen. So kamen unter anderem in Zusammenarbeit mit der Bibliothek, dem Familienzentrum und dem Verein Wohnliches Küsnacht die unterschiedlichsten Veranstaltungen zustande, nicht zuletzt auch für Familien und verschiedene Generationen. Von Mode gestalten mit Papier, über das Bilderbuchtheater bis zum Bodymusic-Anlass stand bis im Frühling 2018 für die unterschiedlichsten Geschmäcker durchschnittlich einmal im Monat etwas auf dem Programm. Auch konnte Nicole Schmidt, die Co-Leiterin des Studiengangs Modedesign und Dozentin für Modegeschichte an der f+f Schule für Kunst und Design, für zwei Anlässe gewonnen werden.

 

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Beiträge in den Medien zur Ausstellung:

 

  

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie im Medientext und im Impressum

 

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Impressionen: DRÜBER UND DRUNTER — WIE MODE KÖRPER FORMT