1983 bis heute

1983

Der Bundesrat genehmigt die Rundfunk- Versuchsordnung (RVO) und gibt damit den Weg für den Aufbau von privaten Lokalradios in der Schweiz frei.
Die ersten sechs privaten Stationen nehmen den Betrieb auf. Radio DRS antwortet mit der Einführung von DRS-3, dem Programm für Jugendliche und Junggebliebene, und einer Überarbeitung der Programmangebote von DRS-l und DRS-2.

1984

Mit „Radio 84“ tritt eine umfassende Programmrevision in Kraft: An die Stelle der Mischprogramme, wie sie seit den Anfängen des Schweizer Radios bestanden, treten drei -musikalisch und formaltypisierte Programme.
Das Informationsangebot insgesamt wird verstärkt. Dazu gehört auch derzeitige Ausbau der Regionaljournale. Das Regionaljournal Aargau-Solothurn wird nun täglich ausgestrahlt.
Einführung der 4. UKW -Senderkette im Kanton Graubünden zur Verbreitung der rätoromanischen Sendungen, die von 40 Minuten auf 2 1/2 Stunden täglich erweitert werden. Neu ins Angebot aufgenommen wird ein Begleitprogramm-Annahme des Verfassungsartikels über Radio und Fernsehen.

1985

Radio und Fernsehen DRS werden organisatorisch getrennt, um rascher und gezielter auf die unterschiedlichen Konkurrenzverhältnisse der beiden Medien reagieren zu können. Grossreportage des Gipfeltreffens Reagan /Gorbatschow in Genf.

1986

Radio DRS sendet auf allen drei Ketten in Stereo.
Erste Versuchssendungen in Quadrophonie werden unternommen.

1987

Das Programm in rätoromanischer Sprache wird auf vier Stunden täglich ausgebaut. Parallel dazu werden im Engadin, in der Surselva und in Savognin Korrespondentenstellen geschaffen.
Einführung von stündlichen Nachrichten im DRS-l-Nachtprogramm.
Mit der Einführung des ICARO-Systems bieten die SRG und Radio DRS den kantonalen Behörden ein Instrument an, mit welchem die Bevölkerung bei Katastrophen rasch informiert werden kann.

1989

Einweihung des neuen Regionalstudios in Aarau.

1990/91:

Im Zeichen der mit der RVO eingeleiteten Liberalisierung der schweizerischen Medienlandschaft sieht sich Radio DRS einer stark expandierenden, journalistisch zunehmend professionellen Konkurrenz gegenüber. Erschwerend wirkt sich die Verschlechterung der finanziellen Rahmenbedingungen aus. Radio DRS begegnet dieser Herausforderung mit einer Programmreform, die der Zukunfts-Perspektive Rechnung trägt:

DRS-l:

Für den unbestritten Markt-Leader unter den Schweizer Radiostationen steht die umfassende, aktuelle Information im Vordergrund. DRS-l greift Themen auf und stellt Inhalte dar, die für möglichst viele Bevölkerungsgruppen von Interesse sind und die das gegenseitige Verständnis fördern. DRS-l ist die primäre Service-Welle von Radio DRS sowohl im Bereich der aktuellen Information (Verkehrs-Info, Polizeiaufrufe, Alarmierung in Katastrophenfällen) als auch im Bereich der Beratung und Animation.

DRS-2:

DRS-2 deckt in erster Linie den in der Konzession umschriebenen Kulturauftrag ab. Im Vordergrund stehen dabei die inhaltlich relevanten Bereiche des kulturellen Lebens, wobei in Kauf zu nehmen ist, dass diese nur Minderheiten des Radiopublikums interessieren. DRS-2 ist damit ein Spartenprogramm für wechselnde Interessen- Publika: E-Musik-Liebhaber, Kultur-Interessierte, Bildungs-Interessierte, gesellschaftspolitisch Interessierte.

DRS-3:

Das Programm von DRS-3 wendet sich an ein Publikum jüngeren und mittleren Alters mit ausgeprägtem Interesse an aktueller U- Musik. Der primäre Auftrag von DRS-3 besteht in der Vermittlung moderner Radio-Unterhaltung und aktueller Information auf einem anspruchsvollen Niveau. Dominierendes Element ist die Musik, die ein breites Spektrum der aktuellen Unterhaltungsmusik abdeckt.

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Moderne Telekommunikation:
Satelliten- Technologie wird für die Verbreitung von Radiosendungen eingesetzt. Abgebildet ist der Intelsat IS V