Umstellung von Kohle auf Elektroenergie

Arg eingeschränkt werden musste der Betrieb infolge Kohlemangels in den Kriegs- und Nachkriegsjahren, denn ab 1. März 1918 fuhren an Sonntagen nur noch fünf statt acht Züge je Richtung.

Nun wurde auch seitens der SBB darauf hingewirkt, die rechtsufrige Zürichseelinie baldmöglichst zu elektrifizieren. Erstaunlicherweise wurde die Rechtsufrige schon relativ früh elektrifiziert. Nachdem die Schweizerischen Bundesbahnen in den Jahren 1920 bis 1922 die Gotthardlinie mit dem Fahrdraht ausgerüstet hatten, kamen in den folgenden Jahren die Zufahrtsstrecken Zürich - Zug und Basel - Olten - Luzern hinzu.

Im Zürcher Vorortsverkehr hielt der elektrische Betrieb dann wie folgt Einzug: 1924 Thalwil - Richterswil, 1925 Zürich - Brugg (-Olten) und Zürich - Winterthur, 1926 Zürich - Meilen - Rapperswil, 1928 Zürich - Bülach (-Schaffhausen), 1932 Wallisellen - Uster - Rapperswil und Zürich - Altstetten - Affoltern am Albis - Zug.

Am 15. Mai 1926 konnte somit der Betrieb auf der Rechtsufrigen mit elektrisch geführten Zügen aufgenommen werden.

Gleichzeitig entstand in Küsnacht-Goldbach eine eigene Haltestelle. Eine andere auf Gemeindegebiet Küsnacht geplante Haltestelle «Heslibach» existierte aber nur auf dem Papier; anno 1962 wurde der dafür freigehaltene Platz für eine Ueberbauung in Anspruch genommen.