Fledermäuse in unserer Gemeinde

Auf unserem Gemeindegebiet leben acht verschiedene Fledermausarten. Zahlenmässig werden es insgesamt weit über tausend Tiere sein, die je nach Jahreszeit den nächtlichen Himmel Küsnachts nach Insekten durchstreifen.

Diese Artenvielfalt und die noch relativ grosse Fledermaus-Anzahl beruht auf verschiedenen glücklichen Umständen. Zum einen ist es die Lebensraumvielfalt, zum anderen die noch relativ grossen nutzbaren Landschafts- und Siedlungsflächen auf unserem Gemeindegebiet.

Dem See und dessen Uferzone schliesst das dichtbesiedelte Dorfgelände an. Der Heslibach, der Dorfbach und der Chuesebach, soweit nicht in unterir-dische Röhren gezwängt, durchschneiden mit ihrem Durchfluss und den sie säumenden Baum- und Strauchbeständen wohltuend diese Siedlungszone. Hangwärts schliesst sich ein locker besiedelter Ein- und Mehrfamilienhaus- bereich an. Mit den grossen Altbaumbeständen und Gärten beinhaltet diese Zone ein beinahe idealer Lebensraum. Hier kann abends die Zwergfleder-maus mühelos gesichtet werden. Sei dies nun um das wärmeabstrahlende und somit Insekten anziehende Haus, oder um die nächsten Strassenlampen flatternd.
Unsere künstlich angelegten Weiher, Rumensee und Schübelweiher mit den sie umgebenden Baumbeständen ergeben wiederum ein spezielles Jagdgebiet. Die erfreulicherweise erhaltenen, grossenteils zusammenhängenden Waldgebiete bilden obwohl stark genutzt, punktuell noch gute Unterkunfts-möglichkeiten, mit kleinen Baumhöhlen sowie vielerlei Ritzen und Spalten.
Die vier Weiler Schmalzgrueb, Limberg, Wangen und Chaltenstein im Küs-nachterberg bilden wiederum mit ihrer lockeren Bausubstanz, den Gärten und den sie umgebenden Obstbäumen einen nutzbaren Lebensraum für Fledermäuse.

Einzig, die einzelnen, grossflächigen Acker- und Feldgebiete die ihres früheren Baum- und Heckenbestandes beraubt wurden, können nicht mehr von den Fledermausarten genutzt, beziehungsweise bejagt werden. Da die nahe am Boden jagenden Fledermäuse für ihre Orientierung auf Geländestrukturen wie Hecken usw angewiesen sind, können sich dort verschiedene Insektenarten munter bewegen. Dies gilt natürlich nicht nur für die nächt-licherweise jagenden Fledermäuse, sondern auch für die tagesaktiven Insekten fressenden Vögel, die dadurch ihrer Nist- und Rückzugsmöglichkeiten beraubt worden sind.

Trotzdem werden von all unseren Küsnachter-Fledermäusen schätzungs-weise 3‘000‘000‘000 Insekten, das sind bei einem durchschnittlichen Stechmückengewicht von 0,02 Gramm ca. 6 Tonnen, jährlich verschlungen.