Leben ?

Um diese Frage lösen zu können, braucht es etwas vertiefte Kenntnisse der Gesetzmäßigkeiten des Lebens auf diesem Planeten, denen auch wir Menschen unterworfen sind.

Alles Leben kann in einen wiederkehrenden Zyklus gegliedert werden: Entstehung - Geburt - Wachstum/Entwicklung (Jugend) - Erwachsen/ Fruchtbarkeit / Vermehrung - Alterungsprozess / Absterben und Tod. Um diesen Lebenszyklus über lange Zeit aufrecht zu erhalten, müssen zwingend die dafür benötigte Energie, Nahrung, Schutz und klimatische Verhältnisse vorhanden sein.

Die Energie wird zum Teil aus vergangenen Lebensformen wiederverwendet. Bei der Energienutzung kommt ein pyramidenförmiges Modell zur Anwendung. An der Spitze stehen die Fleischfresser (Raubtiere), danach folgen in absteigender Reihenfolge Aasfresser, Pflanzenfresser sowie die Pflanzen und Kleinorganismen selbst, die ihre Energie mehrheitlich aus der Umwandlung von Sonnenlicht aber auch aus der Lebensumgebung - z.B. Sauerstoff aus der Luft, Mineralstoffe aus dem Boden - beziehen. Diese nährstoffhaltigen Böden, aber auch die atembahre Luft, also die Atmosphäre selbst, wurden durch komplexe Abläufe über Jahrmillionen gebildet.

Mit anderen Worten: Unsere Mutter Erde betreibt schon seit mehreren Milliarden von Jahren effektives Recycling. Nur mit dieser in unendlich langer Zeit aufgebauten Reserve von Energie/Materie, die durch die Umwandlung von Sonnenlicht überhaupt entstehen konnte, sind unsere heutigen teilweise hochentwickelten Lebensformen erklärbar.

Aus diesem Blickwinkel betrachtet sind Fossilien (Hartteile, Schalen- und Skelettreste) einzelne noch nicht recyclierte Bestandteile, die sich scheinbar ausserhalb des natürlichen Kreislaufes befinden. Es ist also tatsächlich so, dass diese Resten aus früherer Zeit eine Seltenheit darstellen, die mit der natürlichen Gesetzmässigkeit der Wiederverwertung nur bedingt und in sehr grossen Zeiträumen erklärbar werden.