Stöcke haben Geschichten

s017Das kleine, zierliche Damenstöckchen gehörte einstmals Regula Escher-Bodmer (ca. 1765 – 1815). Sie war die Schwester vom Martin Escher (1769 – 1837) dem berühmten Zürcher Post- und Verkehrsminister dem auch das Projekt und die Durchsetzung der ersten Eisenbahn der Schweiz, der Spanisch-Brötli-Bahn (Zürich / Baden), zu verdanken ist.
Wie so ein Spazierstöckchen von vornehmen Damen getragen wurde, illustriert die nebenstehende zeitgenössische Abbildung.

Dieser derb geschnitzte Stock ist eine Arbeit eines Kriegs-Internierten von 1916/1918. In der Schweiz waren zur Zeit des Ersten Weltkrieges rund 68'000 Militärpersonen interniert. Für diese Soldaten gab es anfänglich keine Beschäftigungs- Arbeitsprogramme, so versuchten manche mit einfachsten «Sackmesserarbeiten» diese nicht endend wollende Zeit zu verkürzen.

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