Die siebziger Jahre

Die Mode wird origineller, individueller, lockerer und immer schnell-lebiger. Man spricht von «Coordinates» und «Separates» statt von Kostüm und Ensemble. Stilsicherheit verlangt nach der Auseinandersetzung mit der Mode. Es fehlen Leitbilder, dafür wird fröhlich experimentiert.

Nach 1970 fangen die grossen italienischen Modehäuser in Rom, Florenz und Mailand an, Paris als Modehochburg den Rang abzulaufen. Trendsetter sind Giorgio Armani, Laura Biagiotti, Krizia, Missoni oder Gianni Versace.

Design ist zum globalen Konzept geworden. Es gibt keine einheitliche Entwicklung mehr. Die Mode hat viele Gesichter: Man trägt unisex und Secondhand-Kleidung, traditionelles Kunsthandwerk und zeigt Ethno-Einflüsse. Mini, Midi, Maxi - jede Saumlänge ist möglich.

Die Kleidung der Punks wird von den Modeschöpfern zu eigenen Kreationen verarbeitet: Military- und Fetzen-Look kommen auf. Das Kontrastprogramm mit Glitzer und Glimmer bietet der nächtliche Disco-Besuch.