1900 — 1910

In Deutschland entsteht das Reformkleid, eine Mischung aus dem «Gesundheitskleid» und dem «Künstlerkleid». Es soll sich dem natürlichen Körperbau anpassen, dem praktischen Leben Rechnung tragen und seinen Aufbau zeigen. Die Kreation beeinflusst die allgemeine Mode.


Es gibt die traditionelle, sich sehr kostbar und vornehm gebenden Linie der offiziellen Mode und eine jüngere. Diese bevorzugt Blusen, schlichte Röcke sowie Schneiderkostüme. Die Rocklänge beginnt sich zu verkürzen lässt zuerst die Füsse, dann auch die Knöchel unbedeckt. Die Textilindustrie kommt dem Verlangen der Allgemeinheit nach modischer Kleidung mit der Fabrikation künstlicher Fasern nach.


Paul Poiret in Paris gilt als Avantgardist unter den Modeschöpfern. Er propagiert lose, hochtaillierte Kleider ohne Unterkleider und unterstützende Korsagen. Die schlanke Frauenfigur gilt als Schönheitsideal der glanzvollen «Belle Epoque».