Jugendbewegung

Mit den Beatles 1964 und den nachfolgenden Hippies, (Flower-power-Look) erfolgte ein Bruch. Es entwickelte sich eine Jugendbewegung mit eigenem Stilempfinden.
Die anfänglich wohlgepflegten Pilzköpfe verwandelten sich oder wuchsen zu respektablen Mähnen heran.

Wenige Jahre danach verbreitete sich der «Verweigerungslook»: Die Haare wurden teils naturbelassen, teils mit Dauerwelltechniken erhöht und oftmals zu einem Einheitslook eingefärbt. Man trug Hennarot, um der «Protestgeneration» anzugehören.

Die erwachsene Frau löste sich vom hochtoupierten, hartfixierten Haar und wandte sich den pflegeleichten kleineren Kopf- bzw. Frisurenformen zu.

Erstmals wurden vom Coiffuregewerbe auch mehrfarbige Frisuren lanciert —, jede Locke eine etwas andere Farbe — allerdings mit mässigem Erfolg.

Ab den 70er-Jahren wurden verschiedenste Frisurenformen möglich: Akkurate Rundschnitte, aber auch gewaltige Löwenmähnen und geradlinige, straff zurückgenommene Haarschöpfe fanden sich im Alltag. Neu tauchten Ethno-Anlehnungen auf, der Dauerwell- unterstützte Afro-Look machte Furore. 20 Jahre später wird es der geschlechtsneutrale Rasta-Look sein.

Die frisierten Haare spielten nun vermehrt im Wind. Ein Versuch die Zweitfrisur (Perücke) zu lancieren, setzte sich nicht durch. Die neuen Synthetics-Haare waren wohl leicht und luftig, die Kopfmonturen aber noch zu heiss und die Haare beim Anfühlen «kunststoffig».

Die immer neuen Styling-Produkte lassen ab diesem Zeitpunkt sozusagen jede Haar — Formgebung zu.